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Honda Monkey
Geschrieben von: Frank Bick   

Bei der Honda Monkey handelt es sich um ein kleines Fahrzeug mit 8" Bereifung und liegendem Einzylindermotor, welches im Jahr 1967 ersonnen wurde, um ein transportierbares Fortbewegungsmittel für Wohnmobil, Flieger, PKW oder Boot zu haben. So heißt ein frühes Modell im Volksmund auch "Bootsmonkey". Auf das Fahrzeugkonzept kam man allerdings nicht aus Vernunftsgründen, sondern Honda konstruierte die Vorgänger mit der Bezeichnung Z100 als Spielzeuge für Kinder in dem Vergnügungspark Tama Tech. Daraus entwickelten die Ingenieure über die Jahre die Modelle Honda CZ 100, Z50M, Z50A, Z50Z, Z50J und Z50J2.

Nur eine Hand voll CZ100 kamen bereits 1963 auf den europäischen Markt. Honda Monkey Z50M. Die legendäre Bootsmonkey mit klappbarem Sitz. Honda Monkey Z50A. Die Z50A ist noch mit Starrrahmen ausgestattet.
Honda Monkey Motor. Der liegende Einzylinder ist der meistverbaute Motor der Welt. Honda Monkey Z50J1. Die Z50J Modelle vor 1989 werden meistens zum Tuning genutzt. Honda Monkey Z50J2. Die Z50J2 Modelle werden bis heute gefertigt, allerdings nur für den asiatischen Markt.

Die Fahrzeuge gibt es als originale Gebrauchtfahrzeuge mit 50cc für 1.000 - 2.000 Euro, oder als chinesische Kopie in neu mit 50cc - 125cc für das gleiche Geld. Eine kleine aber feine Community hat sich zu diesen Fahrzeugen entwickelt, das wichtigste Forum ist das der Dax und Monkey Freunde Stuttgart. Peter Sturm vom Team der Monkey Garage Duisburg verlegt zudem eine Szenezeitung, die Bonsai News.

Monkeys gibt es mit einem etwas größeren Tank und einer größeren Sitzbank sowie mit Gepäckträger vorn und hinten, in dieser Ausstattung werden sie als Honda Gorilla Z50G bezeichnet. Die sinnvollsten Modifikationen nach dem Kauf einer originalen und alten Monkey sind eine längere Schwinge für besseren Geradeauslauf, eine stärkere Gabel und natürlich das Motortuning auf 70cc - 140cc. Derart umgestaltet fahren die Fahrzeuge bis zu 120km/h. Obwohl es nicht so aussieht, kann man mit Monkeys gut und bequem längere Strecken fahren, vorausgesetzt man hat trockene, glatte Straßen und kein Gepäck zu transportieren. Für den täglichen Weg zur Arbeit reicht die chinesische Variante vollkommen. Für Customizing, Motorsport und Männerträume muss die Basis Honda vor 1989 sein. Einziger Nachteil, man benötigt mindestens 5.000 Euro um zu einem zuverlässigen 108cc Fahrzeug zu kommen.

Honda Z50G in blauer Ausführung auf dem 2008er Treffen in Neuss
Ohne längere Schwingen und verstärkte Federelemente sind Monkeys etwas wackelig bei höheren Geschwindigkeiten. Gorilla Replika für etwa 1000 Euro. Als Alltagsfahrzeug geeignet.

Hauptgrund sich eine Honda Monkey zuzulegen ist sicher die Transportfähigkeit, Sparsamkeit und Wendigkeit des Fahrzeugs. Wer einen Kombi, ein Wohnmobil oder ähnliches fährt, wird sicher Platz für eine Monkey finden. Bei den Standardausführungen sind die Lenker einklappbar, bei der Bootsmonkey kann zudem noch der Sitz abgesenkt werden.

Eine Honda Monkey passt bequem in einen PKW
Mit eingeklappter Sitzbank und Lenker findet die Z50M überall Platz. Klassische aber getunte J1 mit abgeklapptem Lenker.

Richtig Spass und die Möglichkeit sich mit großen Motorrädern zu messen, bekommt der gestandene Biker mit einer Honda Monkey nur im Falle des geschickten und wertigen Tunings.

Yoshimura Miniparts - Mehr geht nicht.
Aufkleber zur getunten Gorilla von Frank Bick entworfen. Die Monkey Garage in Duisburg tunt mit Yoshimura Mini Parts

Die zuverlässigste und kraftvollste Lösung ist die Verwendung eines Original Honda Nice Motors in Kombination mit Tuning Teilen von bewährten japanischen Zulieferern, z.B. Klassiker wie Yoshimura. So kann ein Zylinderkopf, Kolben, Vergaser oder Auspuff von Yoshimura die ganze Fahrerei mit ungeahntem Speed, Sound und Feeling anreichern.

Alles in Allem muss man noch festhalten das Monkey fahren eine Art Verjüngungskur bedeutet, aber nicht deshalb weil man an seine Jugend erinnert wird, sondern deshalb weil man während der Fahrt stetig über sich selbst lachen muss.

Frank Bick mit J1 und Yoshimura Parts - I've got the power

Frank Bick auf J1 mit Tuning

 

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 31. Oktober 2009 um 14:24 Uhr